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Gewürztour (spice tour)

Sansibar Gewürzfarmen

 

Nach der Vertreibung der Portugiesen regierten die Omani Araber über Sansibar, deren Einfluss bis 1804 nicht sonderlich spürbar war. Unter Said bin Sultan wurde Sansibar der Regierungssitz des Omani Reiches. Er war es, der im Jahre 1818 die Gewürznelke auf der Insel einführte. Das tropische Eiland bot mit seinem fruchtbaren Boden an der Westküste ideale Bedingungen für den Anbau.

Im 19. Jahrhundert erlebte die Gewürznelke einen weltweiten Boom. Sansibar stieg zum größten Produzenten dieses Gewürzes auf und war gleichzeitig ein Drehkreuz für den Handel von Kokosnüssen, Elfenbein und Sklaven.

Die königliche Familie erhob eine Steuer auf alle exportierten Gewürznelken und betrieb auch eigene Plantagen, die von Sklaven bewirtschaftet wurden. Im Laufe der Zeit wurden auch andere Gewürze auf Sansibar eingeführt und angebaut - darunter Zimt, Kardamom und Ingwer. So wurde Sansibar als Gewürzinsel bekannt und es wird erzählt, dass Seefahrer bei dem Einlaufen in den Hafen Sansibars vom Duft der Gewürznelken begrüßt wurden.

Heute besitzt der Gewürzhandel nicht mehr die ökonomische Wichtigkeit und für viele Farmen ist heute der Tourismus die Haupteinnahmequelle.

Der Anbau und Export der Nelken ist in staatlicher Hand. Neben der bekannten Nutzung der Nelke als Gewürz, wird sie auch in der Parfümindustrie als Grundstoff eingesetzt.

Auch heutzutage wird noch viel mit Hand auf den Gewürzplantagen gearbeitet.  Junge Burschen erklimmen die Bäume, um Früchte und Gewürze zu pflücken und zur Erntezeit sind ganze Dörfer mit der Einbringung, Sortierung und Trocknung beschäftigt.

 

Sansibars Gewürze

 

Nelken

Erntezeit für die Nelken ist, wenn die Knospen noch verschlossen und grün sind. Sie finden Verwendung in chinesischen und indischen Gewürzen, werden jedoch auch zum Marinieren und Einlegen verwendet.

 

Kardamom

Auf Sansibar wird das  grüne Kardamom angebaut, das zu den Ingwergewächsen zählt und eine der teuersten Pflanzen der Welt ist. Als Gewürz wird der schwarze Samen der Pflanze verwendet. Die darin enthaltenen ätherischen Öle besitzen ein süßlich-schafes Aroma. Da die Geschmacksstoffe leicht flüchtig sind, wird es am besten frisch verwendet. In der asiatischen Küche ist das Gewürz weit verbreitet, findet allerdings auch in traditionellem Weihnachtsgebäck Verwendung. 

 

Zimt

Ursprünglich in Sri Lanka beheimatet, wird der Zimtbaum auch in anderen Regionen der Welt angebaut. Um an das aromatische Gewürz zu gelangen, werden kleine Stück von der Rinde des Baumes geschält.

Frischer Zimt hat beinahe einen zitronigen Duft. Durch den Trocknungsprozess entsteht erst das holzig-warme Aroma, das uns bestens bekannt ist.

Verwendet wird Zimt als einer der Grundstoffe für indisches Curry und in Süßspeisen.

 

Vanille

Die Vanille gehört zur Familie der Orchideen und ist eine immergrüne, mehrjährige Kletterpflanze, die im Boden wurzelt. Die Früchte dieser Pflanze sind länglich und werden als Schoten bezeichnet. Noch unreif wird die Frucht geerntet und durch die Trocknung in der Sonne entsteht der typische Duft durch einen Fermentierungsprozess.

Verwendung findet das Gewürz in der Verfeinerung von Soßen und Desserts.

 

Safran

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt. Für die Herstellung von 123 g dieses Gewürzes werden 20.000 Blütenstempel einer Krokusart benötigt. Die Verwendung verleiht den Speisen einen satten gold-gelben Farbton.

 

Muskat

Im Inneren einer aprikoseähnlichen Frucht befindet sich eine glänzend braune Muskatnuss, die von einem roten Netz umgeben ist. Der Muskatnussbaum gedeiht ausschließlich in den Tropen und das Gewürz findet Verwendung in Nachspeisen.

 

Ingwer

Ingwer gedeiht in einem warmen Klima und hat ein zitronig-süßes  Aroma, solange er frisch ist. Auf der Zunge entfaltet er eine würzige Schärfe. Mit zunehmendem Alter wird die Ingwerwurzel fasriger und verliert an Geschmack.

Ingwer ist eine der Grundlagen der chinesischen und indischen Küche.

 

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