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Reiseinfos Sansibar

Allgemeines

Die Inselgruppe wurde über die Jahrhunderte von Seefahrern verschiedener Nationen als strategischer Stützpunkt und Handelsplatz etabliert. Ein Grund dafür war sicher seine Nähe zum Festland. Sklavenhändler, Sultane und andere orientalische Herrscher kamen als erste und wurden in den nächsten Jahrhunderten gefolgt von Europäischen Abenteurern, Entdeckern und Missionaren.

Alle zusammen schmiedeten im Laufe der Zeit die legendäre Swahili-Kultur mit ihrer bunten Vielfalt und einer relativ langen Periode von Reichtum und Wohlstand.

Das heutige Sansibar bietet immer noch eine bunte Palette von Eindrücken, die vom morbiden Charme der Stonetown über die Üppigkeit und Vielfalt der Gewürzplantagen bis zu den zahlreichen Schattierungen von blau, grün und weiß der Küstenregionen reicht. Eine Reise nach Sansibar wird ihnen faszinierende Einblicke in die Vielfalt Sansibars und wundervolle Erlebnisse bieten.

236 Hurumzi (ehemals Emerson & Green)

Geographie und Einwohner

Sansibar ist ein semi-autonomer Inselstaat, der zur Republik Tansania gehört und in 5 Regierungsbezirke aufgeteilt ist: Nord-Unguja, Süd-Unguja, Urban/West, Nord-Pemba und Süd-Pemba. Von den ca. 1.1 Mio Einwohnern leben ca. 400.000 auf Pemba Island mit der höchsten Einwohnerkonzentration in und um Stonetown herum. Hier sind es bis zu 1700 Einwohner pro qkm.

Der Name Sansibar steht für das gesamte Insel-Archipel, das aus den Hauptinseln Unguja (meistens Zanzibar Island genannt) und Pemba sowie einer Reihe kleinerer Inseln in ihrer Nähe besteht. Die Hauptstadt Zanzibar-Town (meistens Stonetown) genannt, liegt auf Unguja bzw. Zanzibar Island, das auch für den Tourismus die bedeutendste Rolle spielt.

Die Einwohner Sansibars, die Zanzibari, sind zu ca. 95 % Muslime, der kleine Rest setzt sich aus Christen, Hindus, Sikhs und diversen Mischreligionen zusammen. Trotz dieses Verhältnisses ist man religionstechnisch aber sehr tolerant. Allein in Stonetown gibt es neben etwa 60 Moscheen vier Hindu-Tempel, drei christliche Gotteshäuser, einen zoroastrischen Feuertempel und einen buddhistischen Tempel.

Wirtschaft und Tourismus

Die Hauptwirtschaftsfaktoren sind die Landwirtschaft und der Tourismus, wobei der Tourismus mit zweistelligen jährlichen Zuwachsraten seit den 80iger Jahren der Landwirtschaft momentan den ersten Rang abläuft. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind Nelken und Kokosnüsse und die Haupthandelspartner die Vereinigten Arabische Emirate (VAE), Indien, Singapur, Dänemark und Großbritannien.

Es gibt jedoch auch das ernüchternde Bild von Armut und Unterentwicklung, das sich in fast jeder Facette des Alltagslebens der Zansibari widerspiegelt. Etwa 50 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Stonetown - vor einigen Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt - hat mehr als dringlichen Renovierungsbedarf, die Straßen und generelle Infrastruktur sind gebietsweise sträflich vernachlässigt und der Flughafen kaum zu glauben.

Aber die Zeichen stehen auf Hoffnung: Es fließt wieder Geld von reichen Exil-Zansibari, die in der Sozialismus-Periode das Land verließen und nun die touristische Anziehungskraft der Altstadt von Sansibar-Town entdeckt haben. Es wächst das Bewusstsein für die historische Bedeutung und Erhaltungswürdigkeit dieser "ostafrikanischen Wiege urbaner Zivilisation".

Beste Reisezeit und Klima

Es gibt zwei Regenzeiten auf Sansibar - den kleinen Regen von November bis Mitte Dezember und den großen Regen von Ende März bis Anfang Juni. Die kühlsten Monate sind Juni - August (mit durchschnittlichen Tiefsttemperaturen von 22°c - 24°C) und die wärmsten Monate sind November - Februar (mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von 30°C bis 32°C).

Eigentlich kann man fast das ganze Jahr über prima Urlaub machen in Sansibar. Allerdings sind die trockenen Sommermonate von Juli - Oktober für den Mitteleuropäer sicher die angenehmsten. April und Mai sollte man meiden, da dann die Regenfälle wirklich heftig und dauerhaft sind. Die meistens Hotels und Lodges auf Sansibar schließen zu dieser Zeit ohnehin.